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Nepal

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Stupa SVAYAMBHUNATH – buddhistischer Tempelkomplex

 

Nepal!

Das siebtärmste Land der Welt. Und ein Land, wo dank des göttlichen Himalayas eine neue Form der Touristik entstand – das Trekking.

Nepal ist das einzige hinduistische Königreich der Welt. Es liegt eingeschlossen zwischen Indien und China (dem Tibet).

Richtungen: der Hinduismus, Buddhismus und der Schamanismus. Die Staatsreligion ist der Hinduismus, zu dem sich die größte Mehrheit der Bevölkerung bekennt, wenn auch viele nur formell.

Das Leben der Nepalesen ist voller Bräuche und Traditionen und unterscheidet sich erheblich von den Gewohnheiten bei uns. Jeder Besucher sollte sich daher auf diese Unterschiede vorbereiten, wobei die Nepalesen andererseits sehr tolerant sind und so manchen Fauxpas gelassen übersehen.

Man grüßt sich mit „Namaste“, und zwar während des ganzen Tages. Zustimmung wird durch ein leichtes Kopfnicken zu den Seiten angedeutet, während man Ablehnung zum Ausdruck bringt, indem die Hände vor das Gesicht gehalten werden.  Bevor ich mich daran gewöhnte, fotografierte versehentlich mehrmals Menschen, ohne dass sie davon geradezu erbaut gewesen wären.

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Rikschas in Thamel.

 

Die Hauptstadt Nepals ist Kathmandu.

Die Zeitzone ist +5:45. Und der höchste Punkt ist der Mount Everest (8850m ü. M.)

Nach Kathmandu reisen jährlich etwa 1000 Tschechen, wobei die meisten von ihnen des Trekkings wegen hierher kommen. Kathmandu ist jene Stadt, von der aus sich die Trekker zu ihrem Traum auf den Weg begeben, diese legendären Berge zu bezwingen, mit denen das Land gesegnet ist. Man kann hier einfach so anreisen und vor Ort entscheiden, wie es weiter geht.

In Kathmandu herrscht absoluter Hochbetrieb.

Während eines Spazierganges in das Viertel Thamel beobachte ich das rege Leben in den Straßen von Kathmandu, das von der europäischen Lebensweise so weit entfernt ist. Stellenweise unglaubliche Armut, Chaos, Unordnung, Tiere, Smog, Soldaten, Menschen. Viele Menschen. Die Situation im Straßenverkehr ist äußerst unübersichtlich. Auf den Straßen fährt man links und es drängen sich dort Autos, Lastkraftwagen, Motorradfahrer, Radfahrer, Rikschas, Fußgänger, Kinder, Kühe, Enten, Hühner und Bettler. Darüber hinaus wird ständig gehupt. Sollten Sie so wie ich nach einem Meditationswochenaufenthalt unter buddhistischen Mönchen hierher kommen, erleben Sie Stress!

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Zentrum von Thamel.

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Das Viertel voller kleiner Geschäfte mit Souvenirs, bis lange in die Nacht geöffnete Bars und Restaurants verlocken direkt zu einem Besuch, und das Feilschen um den Preis bei fast allen Dingen, die man kaufen möchte, ist eine Unabdingbarkeit

Wir begegnen Touristen buchstäblich aus der ganzen Welt, einige nach dem Absolvieren ihres Programms bereits mit Stoppelbart und vom nepalesischen Aroma durchtränkt, andere Neuankömmlinge geschniegelt und gebügelt und in Erwartung nicht alltäglicher Erlebnisse.

Unsere Schritte lenkten uns auch in den Affentempel Swayambhunath, der sich auf einem Hügel befindet. Die hinaufführenden Stufen sind von frechen Affen besetzt, die mit den Besuchern mit Vorliebe an den Hals springen und Utensilien stehlen.

Einige Schnitzereien an den Dachstühlen der Tempel sind höchst erotisch und daher für die Besucher unbeschreiblich attraktiv.

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Ausblick auf Kathmandu und den Bhaktapur.

Ein Schock für mich war der Besuch des für die Hinduisten heiligen Ortes. PASHUPATINATH Mandir. Es ist die heiligste Stätte in Nepal. Auf den Ghats erfolgen den ganzen Tag Feuerbestattungen. Die hiesigen Tempel sind entlang der Ufer des Flusses Bagmati verstreut, dessen schlammiger und sehr schmutziger Lauf für die Hinduisten das verheißene Wasser ist. Hier verbrannt zu werden, bedeutet die Erlösung von den Kreisläufen des Lebens. Den Tod erachten die Hinduisten als unrein und wenn der Scheiterhaufen mit dem Verstorbenen niedergebrannt ist, fegen sie die Asche in den Fluss. Ein Stück weiter waschen sich die Gläubigen, waschen Wäsche und spülen sogar Geschirr. Für uns würde das feuchte Nass aus diesem Fluss einen Aufenthalt im Krankenhaus bedeuten, bei mir mit Dauerschäden. Die ganze

Bestattungszeremonie ist für uns Europäer ein ziemlich schockierendes Erlebnis.

Und hier ein paar Fotos.

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Bei der Bestattungszeremonie wird der Leichnam in ein weißes oder orangenes Tuch gehüllt und mit gelben Blüten bestreut. Den Scheiterhaufen mit dem Dahingeschiedenen zündet der älteste Sohn an, oder die nächsten Verwandten männlichen Geschlechts.

Der nächste Weg führte in die Altstadt auf den Platz Durbar Square.  Ich war sehr neugierig auf den Palast Kumari Bahal, wo die junge Göttin Kumari lebt. Kumari – die lebende Göttin, der Kult des nicht erwachsenen Mädchens, das als lebende Verkörperung der hinduistischen Göttin Káli verehrt wird. Die Kandidatin für diese Funktion muss im Alter von drei bis fünf Jahren sein. Es werden hohe Ansprüche an sie gestellt. Es laufen Gerüchte um, dass sie verschiedene Zeremonien und Rituale durchlaufen muss, um die Bedingungen zu erfüllen. Angeblich muss sie durch einen Hof voller Blut und toter Tiere gehen, ferner muss sie Gegenstände auswählen, die ihrer

Vorgängerin gehörten. Sie muss schön sein und ein entsprechendes Horoskop haben. Ihr Leben ist nicht sehr freudvoll. Sie lebt in der Isolation und wird nur einige Male im Jahr auf einer Bahre hinausgetragen. Am ersten Tage ihrer Menstruation hört das Mädchen auf, Göttin zu sein, und wird zu einer gewöhnlichen Frau. Auch wenn sie dann finanziell versorgt ist, ist es für sie nicht leicht, ein normales Leben zu führen. Der Aberglaube besagt, dass die Ehe mit einer Kumari Unglück bringe. Ein trauriges Schicksal, nicht wahr?

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Hier können die Gläubigen sie sehen. Zum Zeichen der Verehrung reiben sie sich die Stirn mit roter Paste ein.

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Die Menschen können sie auch im Fenster erblicken.

Ich war angenehm von der Vielfalt und der Auswahl des Essens überrascht. In Thamel konnte man auch in den späten Nachtstunden sehr gut essen, die Bars waren von Touristen aus der ganzen Welt besetzt und überall ging es rege zu.

Es war ebenso angenehm, nach längerer Zeit des Reisens Tschechisch zu hören. Welch eine tolle Überraschung im Restaurant beim Essen.

Nepal bietet sicher weitaus mehr und ist es mit Entschiedenheit wert, einen Aufstieg zu probieren. Ich hatte leider sehr wenig Zeit, lediglich drei Tage. Dennoch bin ich froh, dass ich zumindest etwas von der Mentalität dieser Menschen und ihrem Leben in mich aufnehmen konnte. Doch um Nepal so kennen zu lernen, wie es ist, dazu ist viel mehr Zeit erforderlich. Schade, also dann Auf Wiedersehen, bis auf ein nächstes Mal.

 

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